Telematik spielt eine Schlüsselrolle beim Schutz eines großen Einzelhandelunternehmens vor Unfallbetrug

Unfallbetrug stellt für private Autofahrer und für Unternehmen, die Fahrzeugflotten betreiben, eine große Bedrohung dar und kostet die Versicherer jedes Jahr Hunderte von Millionen Euro. Zu den Betrugsmaschen der Unfallbetrüger gehört das absichtliche Verursachen von Unfällen, entweder mit dem Fahrzeug eines schuldlosen Autofahrers oder mit einem anderen, selbst genutzten Fahrzeug, und das Geltendmachen falscher Ansprüche im Zusammenhang mit einem Unfall.

Wir haben uns gefreut, in dieser Woche von einem Microlise-Kunden – einem der führenden britischen Einzelhändler – zu hören, dass gegen eine Reihe von Personen, die an einem solchen Betrug beteiligt waren, Strafverfolgungsverfahren eingeleitet wurden. Nach Angaben der Anti-Korruptionseinheit der Metropolitan Police spielten die Telematik- und Tracking-Daten von Microlise eine entscheidende Rolle dabei, die Täter überführen und verurteilen zu können.

Was ist Unfallbetrug?

Bei einem Unfallbetrug geht es Betrügern darum, sich mit falschen oder übertriebenen Versicherungsansprüchen, die auf absichtlich herbeigeführten Unfällen mit den Fahrzeugen der Opfer beruhen, so viel Geld wie möglich zu erschleichen. Oft beruhen solche Ansprüche auf psychischen oder physischen Personenschäden.

Es gibt drei typische Szenarien für einen Unfallbetrug:

  • Bei einem fingierten Unfall reicht ein Betrüger Ansprüche aufgrund eines Unfalls ein, der sich gar nicht ereignet hat.
  • Bei einem provozierten Unfall fährt der Betrüger auf eine Art und Weise, die sicherstellt, dass ein Unfall passiert, z. B. indem er unerwartet auf die Bremse tritt, um einen Auffahrunfall herbeizuführen.
  • Bei einem gestellten Unfall stoßen Betrüger absichtlich mit ihren eigenen Fahrzeuge zusammen oder benutzen Werkzeuge, um Schäden zu verursachen, die später als Folgen eines Unfalls dargestellt werden.

Was ist in diesem Fall geschehen?

Hier war die Betrugsmasche ein fingierter Unfall. Zu der Gruppe der verurteilten Personen gehörten der Fahrer eines Zustellautos und, was noch erschreckender ist, ein aktives Mitglied der Metropolitan Police.

Nach dem Zusammenstoß mit einem Auto, in dem Mitglieder der Betrügergruppe saßen, meldete der Auslieferungsfahrer seinem Arbeitgeber, dass er den Unfall verursacht hätte. Anschließend machten die anderen Mitglieder der Gruppe Ansprüche wegen angeblicher Verletzungen geltend, beispielsweise starke Schmerzen, Steifheit, Unwohlsein und Angstzustände.

So unterstützten die Telematikdaten von Microlise unseren Kunden

Als Microlise-Kunde konnte der Flottenbetreiber den Vorfall detailliert analysieren. Der Ereignisdatenschreiber von Microlise, ein Teil unseres Sicherheitsmoduls, machte sichtbar, was der Fahrer in den Sekunden vor, während und nach dem aufgezeichneten Vorfall tat.

In diesem Fall zeigten die Daten bewusste Handlungen bei der Verursachung des Unfalls sowie das Fehlen von bestimmten Aktionen – wie z. B. scharfes Bremsen –, die ein Fahrer typischerweise ausführen würde, um eine solche Kollision zu vermeiden.

Wir haben uns über weitere Belege aus erster Hand gefreut, die zeigen, wie Telematiklösungen Flottenbetreiber vor dieser aktuellen Welle von böswilligen Versicherungsbetrügereien schützen können.